- Fusion zum 1. Januar 2026
- Terminübersicht
- Gottesdienste
- Über uns
- Lebensbegleitung
- Unsere Kirchen
-
Musik an der Christuskirche
- Termine
- Aktuelles
- Jahresprogramme
- Spenden und Unterstützen
- Music on Demand
- Klais-Orgel
- Unsere Chöre
- Bläserkreis
- Glocken
- Truhenorgel (Miete)
- CD-Shop | Notenbiliothek
- Onlinekurs Notenlesen
- Warm-Up für Chöre
- Musik trotz Abstand 2021/2022
- Zauberei oder Handwerk?
- Christuskirche beFLÜGELt!
- Das Team
- Kontakt
- Kinder & Jugendliche
- Unsere Kindertagesstätten
- Erwachsene & Senioren
- Ökumene
- Bücherei
- Gemeindebrief
- Freizeitheim
Gedanken zu einem Text von Alfred Delp
von Dr. Lutz Weis
Das Leben des Jesuitenpaters Alfred Delp ( 1907 – 1944 ) weist Parallelen auf zum Schicksal des fast gleichaltrigen Dietrich Bonhoeffer. Beide suchten während der Herrschaft der Nationalsozialisten nach einer Form der christlichen Verkündung und Kirche, die dieser Katastrophe standhalten und in eine neue Zukunft weist, beide kamen dadurch mit dem Widerstandkreis um Helmuth von Moltke in Kontakt, wurden deshalb 1944 nach dem Scheitern des Attentates auf Hitler von der Gestapo eingekerkert und 1945, kurz vor dem Ende des Krieges, hingerichtet.
Wie Bonhoeffer hat Delp während der Ungewissheit und der Not seiner Haftzeit vertiefte Gottesbegegnungen erfahren, die er in zahlreichen Meditationen und Reflextionen mit gefesselten Händen niederschrieb und die dann aus dem Gefängnis geschmuggelt wurden.
Hier ist einer dieser Texte:
„Das eine ist mir so klar und spürbar wie selten:
Die Welt ist Gottes so voll.
Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen.
Wir aber sind oft blind.
Wir bleiben in den schönen und bösen Stunden hängen
und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt,
an dem sie aus Gott herausströmen.
Das gilt für alles Schöne und auch für das Elend.
In allem will Gott Begegnung feiern und fragt und will die anbetende, hingebende Antwort.
Die Kunst und der Auftrag ist nur dieser, aus diesen Einsichten und Gnaden dauerndes Bewusstsein und dauernde Haltung zu machen und werden zu lassen.
Dann wird das Leben frei in der Freiheit, die wir immer gesucht haben.“
„Das eine ist mir so klar und spürbar wie selten:
Die Welt ist Gottes so voll.
Aus allen Poren der Dinge quillt er gleichsam uns entgegen.
Wir aber sind oft blind.
Wir bleiben in den schönen und bösen Stunden hängen
und erleben sie nicht durch bis an den Brunnenpunkt,
an dem sie aus Gott herausströmen.
Das gilt für alles Schöne und auch für das Elend.
In allem will Gott Begegnung feiern und fragt und will die anbetende, hingebende Antwort.
Die Kunst und der Auftrag ist nur dieser, aus diesen Einsichten und Gnaden dauerndes Bewusstsein und dauernde Haltung zu machen und werden zu lassen.
Dann wird das Leben frei in der Freiheit, die wir immer gesucht haben.“
Dieser Satz
'wir bleiben in den schönen und bösen Stunden hängen und erleben sie nicht bis an dem Brunnenpunkt , an dem sie aus Gott herausströmen.'
'wir bleiben in den schönen und bösen Stunden hängen und erleben sie nicht bis an dem Brunnenpunkt , an dem sie aus Gott herausströmen.'
ergreift mich jedesmal wenn ich ihn lese. Er drückt nicht wirklich mein eigenes Erleben aus; ich bleibe eher noch hängen in den guten oder schlechten Stunden, aber ich spüre: hier geht es um den 'neuen Menschen' des Epheser Briefes (4,23), um die Antwort auf die uralte Frage, wie kann ein guter Gott so viel Elend zulassen?
Ignatius von Joyola hat es noch knapper ausgedrückt:
'Gott umarmt uns durch die Wirklichkeit.'





