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Gedanken zu einem Text von R. M. Rilke
von Dr. Lutz Weis
Ein Text von Rainer Maria Rilke:
Aus den ' Briefen an einen jungen Dichter' , 1903
Man muss den Dingen die eigene, stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann:
alles ist Austragen ...
und dann Gebären.
Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit.
Man muss Geduld haben, gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben und wie Bücher,
die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.
Forsche jetzt nicht nach den Antworten,
die Dir nicht gegeben werden können,
weil du sie nicht leben kannst.
Und es handelt sich darum, alles zu leben!
Lebe jetzt die Fragen,
vielleicht lebst Du dann allmählich
ohne es zu merken eines fernen Tages
in die Antwort hinein.
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann:
alles ist Austragen ...
und dann Gebären.
Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos still und weit.
Man muss Geduld haben, gegen das Ungelöste im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben und wie Bücher,
die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.
Forsche jetzt nicht nach den Antworten,
die Dir nicht gegeben werden können,
weil du sie nicht leben kannst.
Und es handelt sich darum, alles zu leben!
Lebe jetzt die Fragen,
vielleicht lebst Du dann allmählich
ohne es zu merken eines fernen Tages
in die Antwort hinein.
Können wir wirklich die bedrängenden Fragen dieser Zeit lieben anstatt uns ängstigen zu lassen, also sozusagen dem Gebot der Feindesliebe folgen?
Können wir die Fragen leben anstatt auf vorschnelle Antworten hereinzufallen?
Können wirklich mit Geduld auf den nächsten Sommer nach der Krise warten als ob eine Ewigkeit vor uns läge?
Das Evangelium sagt: ja.





