Von Ewigkeit zu Ewigkeit
Psalmen als christlich-jüdischer Dialog
Werke von F. Mendelssohn Bartholdy, L. Lewandowski, S. Rossi, S. Jadassohn u.a.
Leipziger Synagogalchor
Falk Hoffmann (Tenor)
Andreas Mitschke (Orgel)
Philipp Goldmann, Leitung
Ticketvorverkauf und Reservierung
Tickets unter www.reservix.de oder bei Musikhaus Schlaile.
Reservierung von Tickets zur Abholung an der Abendkasse hier.
Eintritt: 20 € | 15 € Erm. Freie Platzwahl.
Wenn Sie ihr Ticket nicht im Vorverkauf kaufen möchten, können Sie sich weiterhin über die Website vorab registrieren und erhalten dann ihre Tickets persönlich an der Abendkasse. Wir freuen uns über ihre Anmeldung oder ihren Ticketkauf im Vorfeld der Veranstaltung und bedanken uns bei Ihnen am Einlass mit einen Getränkegutschein für die Konzertpause. Ihr Reservix-Ticket gilt ebenso als Getränkegutschein.
Zum Programm
Das Konzert verbindet zwei spirituelle Orte ‒ Synagoge und Kirche ‒
durch Psalmen, die Teil der jüdischen und der christlichen Liturgie
sind. Nicht der Vergleich, sondern die Vielfalt des musikalischen
Ausdrucks steht im Mittelpunkt. Es erklingen vor allem Werke von
jüdischen Komponisten unterschiedlicher Epochen und Regionen. Sie
waren Kantoren, Chorleiter, Musiklehrer.
Das sogenannte Dreigestirn der synagogalen Musik, Salomon Sulzer in
Wien, Samuel Naumbourg in Paris und Louis Lewandowski in Berlin, steht
für die Reform der liturgischen Musikpraxis im 19. Jahrhundert an
vielen europäischen Synagogen, in denen auch zunehmend die Orgel
Verwendung fand. Mit Leipzig sind die Namen Salomon Jadassohn, Samuel
Lampel und Barnet Licht eng verbunden. Nach Mantua und Odessa richtet
sich der Blick mit Salomone Rossi und David Nowakowsky.
Im Dialog stehen nicht nur Musik und Raum: Felix Mendelssohn
Bartholdys musikalische Wirkung auf Louis Lewandowski ist weithin
bekannt und in seinen deutschen Psalmen hörbar. Salomon Jadassohns
Bearbeitung des 150. Psalms seines Zeitgenossen César Franck und Franz
Schuberts 92. Psalm in hebräischer Sprache als Auftragswerk für
Salomon Sulzer werden hingegen zu den Entdeckungen des Konzertabends
gehören.
durch Psalmen, die Teil der jüdischen und der christlichen Liturgie
sind. Nicht der Vergleich, sondern die Vielfalt des musikalischen
Ausdrucks steht im Mittelpunkt. Es erklingen vor allem Werke von
jüdischen Komponisten unterschiedlicher Epochen und Regionen. Sie
waren Kantoren, Chorleiter, Musiklehrer.
Das sogenannte Dreigestirn der synagogalen Musik, Salomon Sulzer in
Wien, Samuel Naumbourg in Paris und Louis Lewandowski in Berlin, steht
für die Reform der liturgischen Musikpraxis im 19. Jahrhundert an
vielen europäischen Synagogen, in denen auch zunehmend die Orgel
Verwendung fand. Mit Leipzig sind die Namen Salomon Jadassohn, Samuel
Lampel und Barnet Licht eng verbunden. Nach Mantua und Odessa richtet
sich der Blick mit Salomone Rossi und David Nowakowsky.
Im Dialog stehen nicht nur Musik und Raum: Felix Mendelssohn
Bartholdys musikalische Wirkung auf Louis Lewandowski ist weithin
bekannt und in seinen deutschen Psalmen hörbar. Salomon Jadassohns
Bearbeitung des 150. Psalms seines Zeitgenossen César Franck und Franz
Schuberts 92. Psalm in hebräischer Sprache als Auftragswerk für
Salomon Sulzer werden hingegen zu den Entdeckungen des Konzertabends
gehören.
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Der Leipziger Synagogalchor ist ein Unikat in der deutschen Musikgeschichte. 1962 wurde er von dem jüdischen Kantor Werner Sander (1902‒1972) gegründet, um die nach der Schoah nur noch in wenigen Quellen überlieferte Chormusik der liberalen Synagogentradition wieder aufführen zu können. Gleichzeitig begann Sander, jiddische und hebräische Lieder für gemischten Chor zu arrangieren. Der aus nichtjüdischen Sänger*innen bestehende Laienchor, der bis zur Wende unter der Trägerschaft des Verbandes der jüdischen Gemeinden in der DDR stand, eroberte sich in den zwei deutschen politischen Systemen einen festen, doch mit seinem besonderen Repertoire und seiner Botschafterfunktion ganz und gar nicht alltäglichen Platz in der Chorlandschaft. Nach Sanders Tod entwickelte sich das Ensemble unter der Leitung von Kammersänger Helmut Klotz und ab 2012 unter der Leitung von Ludwig Böhme zu einem national und international angesehenen Konzertchor. Seit September 2022 hat Philipp Goldmann die Leitung inne.
2017 wurde das Ensemble mit dem Obermayer German Jewish History Award geehrt. Auf Initiative des Chores wurde die „Revitalisierung synagogaler Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts Mittel- und Osteuropas“ 2020 als gutes Praxisbeispiel in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eingetragen. Der Leipziger Synagogalchor ist Mitglied im Netzwerk Tolerantes Sachsen.
2017 wurde das Ensemble mit dem Obermayer German Jewish History Award geehrt. Auf Initiative des Chores wurde die „Revitalisierung synagogaler Chormusik des 19. und 20. Jahrhunderts Mittel- und Osteuropas“ 2020 als gutes Praxisbeispiel in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes eingetragen. Der Leipziger Synagogalchor ist Mitglied im Netzwerk Tolerantes Sachsen.
